am 23. November 2020

Es dürfte den meisten nicht entgangen sein, dass auch der Letzenberg-Tierpark am Rand des Weinorts Malsch durch Höhen und Tiefen der Pandemiekrise steuerte. Ganz aktuell haben wir alle mit den neuen Restriktionen der Landesregierung zu kämpfen, welche vermutlich sämtlichen Vorhaben während der Adventszeit einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat. Unser Vereinswesen hat dadurch bis heute noch keinen erheblichen Schaden davon getragen. Dafür gibt es auch einen besonderen Grund. In den vergangenen Monaten zeichnete sich ein massives Fundament der Hilfsbereitschaft und breiten Unterstützung in der Bevölkerung ab. Die Vorstandschaft ist gar überwältig von den unzähligen Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung, die dem freiwilligen Helferteam entgegengebracht wurde. Die Jahreshautpversammlung, welche auf Mitte Oktober verlegt werden musste und zudem unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen durchgeführt wurde, offenbarte den Mitgliedern die bis dahin gut bewältigten Herausforderungen. Das Jahr 2019 war ein gutes wirtschaftliches Vereinsjahr, in dem unter anderem auch finanzielle Rücklagen für mehrere Monate gebildet werden konnten. Ebenso erfreute sich die Vereinskasse auch an einer erfolgreichen Fastnachtsveranstaltung am Schmutzigen Donnerstag 2020 in der Letzenberghalle in Malsch.
Doch dann im März bahnte sich etwas an, was für die meisten unvorstellbare Folgen hatte. Die Zeit stand still. Der Park musste im April vorübergehend schließen, so wie er auch jetzt im November erneut geschlossen werden musste. Seit dem Frühjahr mussten andere Konzepte her. Ein gut gelungener "Sommerabend" mit durchdachtem Hygienekonzept im August brachte dabei nicht den erhofften Erfolg, zeigte jedoch, dass der Verein etwas für die Menschen tun wollte. Im Hintergrund hatte sich derweil eine Verbundenheit in der Bevölkerung
manifestiert, welche bis dahin ungeahnte Ausmaße annahm. Wie aus dem Nichts sind an den Verein Geld- und Futterspenden, sozusagen aus allen Himmelsrichtungen, entrichtet worden. Diese bis heute noch anhaltende Solidarität ist überwältigend und nun auch Anlass für die Vorstandschaft Ihnen und Euch in aller Form zu danken. Der damit einhergehende Auftrag ist den freiwilligen Helferinnen und Helfern klar signalisiert worden: Weiter so!
Mit Leidenschaft und Hingabe soll der Tierpark gepflegt und erhalten werden, sodass - hoffentlich noch während der Adventszeit - wieder eine Öffnung für die Besucher aus der Region in Sichtweite ist. Und in diesem Moment - das ist bereits garantiert - wird der Tierpark immer noch so aussehen wie zuvor. An dieser Stelle muss betont werden, dass jegliche Form von finanzieller und substanzieller Unterstützung aus "privater Kraft", also aus der Zivilbevölkerung, zustande kommt. Darunter auch die Vereinsmitglieder, von denen wir in diesem Jahr bereits 50 neue dazu gewinnen konnten. Und ebenso leisten auch Unternehmen bzw. Unternehmer - also Sponsoren - einen enormen Beitrag für den Erhalt unserer Arbeit und der Attraktion zwischen Rheinebene und Kraichgau.   

 

 

Die Vorstandschaft möchte sich für den tollen Rückhalt all dieser Freunde und Gönner herzlich bedanken. Eine Botschaft an alle Fans, besonders auch an die "kleinen", ist:

 

 

 

Wir werden uns, sofern es möglich ist, für eine rasche Öffnung unseres Parks sowie des Kinderspielplatzes einsetzen und hoffen, dass wir bis zur Eröffnung der Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren zumindest diese Sehenswürdigkeit irgendwie für Euch zugänglich machen können.

 

 

 

Bleibt stark und gesund!

 

 

 

am 06. November 2020

Liebe Besucher,

 

leider hat unser Tierpark aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung wieder geschlossen.

Wir informieren Sie, sobald wir wieder öffnen dürfen!

am 29. Oktober 2020

Liebe Besucher,

 

wahrscheinlich werden Sie unsere Schweine Jolanda und Miranda schon suchen.

Nach tollen 10 Jahren und einem "sauguten" Leben hier im Tierpark, mussten wir zusammen mit unserem Tierarzt einen schweren Schritt gehen. Trotz mehrerer Therapieversuche konnten wir die Krankheit, auch aufgrund des Alters, nicht heilen. Da ein Leben ohne Schmerzen nicht mehr möglich gewesen wäre, mussten wir uns zum Wohl der Tiere entscheiden und unsere zwei Schweine einschläfern lassen. Unsere zwei Damen können auf ein stolzes Alter zurückschauen, was andere Artgenossen leider schwer von sich behaupten können. Wir werden die zwei Damen sehr vermissen und blicken mit einem weinend, aber auch lachendem Auge gerne auf sie zurück.

 

Jolanda und Miranda, wir werden euch nie vergessen und ihr werdet immer in unserer Erinnerung bleiben!

am 29. Oktober 2020
Über Wasser geblieben - Dank unzähliger Freunde und Gönner
Gemäß der Auflagen der CoronaVO wurde am vergangenen Mittwoch, den 14.10.2020, die Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf das Jahr 2019 in der Tierpark-Ranch durchgeführt. Der erste Vorsitzende, Peter Laier, führte die Mitglieder durch die Ereignisse des zurückliegenden Vereinsjahres und stellte fest, dass ausnahmslos jede Veranstaltung, ob Schmutziger Donnerstag in der Letzenberghalle, Frühlings- oder Herbstfest, mit einem super Ergebnis, sowohl finanziell als auch besuchertechnisch, abgeschlossen wurde. Der Letzenberg-Tierpark stand nicht nur mit seinen bekannten und traditionellen Events im Fokus der Gesellschaft. Als saubere und gepflegte Attraktion hinterließen die Parkanlage sowie deren vielfältige Tierwelt einen rundum positiven Eindruck bei den Besuchern. Dies erforderte zum einen die Unterstützung unzähliger ehrenamtlicher Helfer, sowie den überwiegend aus der Bevölkerung vorhandenen Rückhalt. Der Verein schöpfte seine Kraft, wie gewohnt, aus einem Topf von "privaten Mitteln". Unter anderem wurde dies den Mitgliedern anhand der Jugendförderung von der Gemeinde Malsch verdeutlicht. Diese steht bei weitem tief im Schatten der Summe aus privaten Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie von Erträgen aus den Veranstaltungen und kann daher zwar als kleiner finanzieller Obolus, nicht jedoch als Erhalt fördernde Unterstützung gesehen werden. Ohne die aus "eigener Kraft" generierten finanziellen Mittel, hätte der Verein auch während der Corona-Zeit mächtig zu knabbern gehabt. Da die Versammlung krisenbedingt ins Spätjahr 2020 verlegt wurde, thematisierte die Vorstandschaft auch bereits im aktuellen Jahr liegende Ereignisse. So wurde ein besonderes Thema in den Fokus einer Diskussion gerückt: Von kommunaler Ebene wurde in Richtung Tierpark bisher nicht signalisiert, wie der Verein die schweren finanziellen Entbehrungen durch ausfallende oder beschränkt stattfindende Veranstaltungen auf Dauer abfangen kann. Gerade hier erwartet die Tierparkgemeinschaft Rückhalt sowie Wertschätzung. Da auf der Jahreshauptversammlung keine vertretungsberechtigte Person der politischen Gemeinde anwesend war, ist dieses Signal zumindest an jenem Abend bei den Mitgliedern nicht angekommen. In und rund um Malsch steht der Tierpark jedenfalls für eine beliebte Anlaufstelle unzähliger Familien, Spaziergänger und Tierfreunde. Die Bevölkerung nimmt den Tierpark als wertvolles Kulturgut wahr. Damit er diesem Image weiterhin hat Rechnung tragen können, wurde und wird weiterhin mit dem Geld in Futter, Versicherungen, Reparaturen und Werkzeuge investiert. Beachtliche laufende Kosten wie Energie und Wasser drückten ihren besonders breiten Stempel in die Bücher von Kassenleiter Jochen Bechtler. Dennoch konnte der Verein Rücklagen bilden, mit denen in gerade heutigen, schwierigen Zeiten der Betrieb im Park aufrecht erhalten werden konnte. Und hier wurde ein weiterer entscheidender Punkt angesprochen, der die Mitglieder brennend interessierte: Wie zeichnet sich der Ausblick in das Jahr 2021 ab? Da wurde eine Besorgnis erregende Prognose erstellt. Nicht ganz unwesentlich wird der fehlende Ertrag wegen der pandemiebedingten Restriktionen sein. Ohne Fastnacht, Maiwandern und große Besucherzahlen auf dem ins Jahr 2021 verlegten Park- und Lichterfest stellt sich die Frage, ob es dennoch möglich ist, den Park zu erhalten. Vor diesem Hintergrund wurde in der Hauptversammlung auch das Thema Erhöhung des Mitgliedsbeitrags angesprochen. Notfalls müsse dies die Lösung des krisenbehafteten Problems sein. Doch dies kann erst auf der nächsten Jahreshauptversammlung entschieden werden. Bis dahin werden sich die Verhältnisse für den Verein hoffentlich klarer abbilden lassen. Trotz allem schwebt ein gesunder und optimistischer Teamgeist durch die Reihen der ehrenamtlichen Vereinshelfer. Es bleibt zu hoffen, dass die Krise weitgehend das Vereinswesen verschont. Die Tiere merken davon zumindest nicht viel, da sie weiterhin in liebevoller und fürsorglicher Obhut gehalten werden (können). Eine Hoffnung ist unter anderem auch, dass die Kommunalpolitik den Letzenberg-Tierpark in harten Zeiten wahrnehmen wird.
Schriftführer Martin Heinzmann

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