Einblick in unsere tierische Vielfalt

21. 05. 04

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Wohl der Tiere. Hierzu bedarf es auch zu wissen, was sie brauchen, um ein gutes Leben in ihrer nicht unbedingt gewohnten Heimat am Letzenberg zu führen. Was Ihnen - also den menschlichen Besuchern - derzeit verwehrt bleibt und uns als Verein auch sehr schwer fällt ist, das Wissen über die Lebensart und den Eindruck der tierischen Vielfalt zu vermitteln. Vielleicht rückt die Tierwelt wieder ein bisschen näher an Sie heran, wenn wir einfach mit einem für Sie bildlich vorstellbaren Rundgang durch die Gehege und Hütten streifen.

Die Wurzeln unserer gefiederten Residenten, die wir Ihnen zunächst vorstellen, reichen weit zurück, bis in die Ära ihrer geschuppten Vorfahren. Besonders der lateinische Name lässt schon deutliche Rückschlüsse auf ihre Verwandtschaft zu den Artgenossen der Urzeit ziehen. Psittacus erithacus (Kongo-Graupapagei) versus Psittacosaurus. Letzerer, also der millionen Jahre alte (N)urflügler, hat es bedauerlicherweise nur in versteinerter Form bis in unsere Zeit geschafft. Dafür sind unsere Graupapageien quick- oder besser gesagt "pfifflebendig". Aktuell sind zwei dieser wunderschönen Exemplare im Malscher Tierpark beheimatet. In der Obhut unserer Vogelbetreuer, wie z.B. Werner Scherka, sind die überwiegend in Zentral- und Westafrika verbreiteten gefiederten Freunde hier im Letzenberg-Tierpark gut aufgehoben. Da es Tiere mit einer Vorliebe für Äste und Baumrinden sind, arrangiert Werner stets die passende Umgebung in den jeweiligen Volieren. Die Papageienschwergewichte erreichen am Ende ihrer Wachstumszeit fast ein sattes halbes Kilo. Locker erreichen sie dies bei ausgewogener Ernährung auch hier im Tierpark. Auf dem Speiseplan stehen ausschließlich vegetarische Gerichte, wie z.B. Nüsse, Beeren und Pflanzenteile. Das graue Federkleid sowie das rote "Heckteil" stehen für die meisten dieser Exemplare als Markenzeichen. Sie zählen ebenso auch zu den Papageien mit einer schönen Singstimme. Einer der Sangesbegabten hatte mal eine Zeit lang sogar den Nokia-Handy-Klingelton von Leo Müller richtig gut drauf. 

Zu ihren musikalischen Einlagen applaudieren ihre Nachbarn aus Südamerika, die Alpakas Chris, Julian und Nico. Die wandelnden Wollknäuel haben ihren festen Platz in der Großfamilie der Kamele. Nun fällt so manchem Besucher auf den ersten Blick kaum Ähnlichkeit mit einem Kamel auf. Da fehlen ja auch die Höcker. Bei näherer Betrachtung stechen dann aber z.B. kamelähnliche Gesichtsformen und -züge ins Auge. Mit dem Spucken habe sie es wie ihre  Artverwandten, die Lamas. Eine Dusche erhält der Gegenüber nur, wenn sie sich geärgert oder bedroht fühlen. In den meisten Fällen scheuen Alpakas zunächst den Kontakt zum Menschen. Vorsichtiges Annähern steht daher wegen ihres sensiblen Gespürs auf der Tagesordnung. Ihre Domestizierung, also die menschengemachte Artenveränderung, reicht über 6000 Jahre in unsere Geschichte zurück. Alpakas waren damals wegen ihrer fluffigen Wolle beliebte Ressourcenspender der Kleiderbranche. In Ittertal bei Eberbach gibt es eine Alpakafarm, welche auch Geburtsort der in Malsch wohnenden Wuschelköpfe ist. Dort werden in einem kleinen Shop aus eben jener Wolle hergestellte Kleidungsstücke  angeboten. Alisa Laier gehört zu den leidenschaftlichen Betreuern der Alpakas, außerdem ist sie zugleich auch in den sozialen Medien für unseren Verein aktiv. Wenn Ihr Fragen habt oder gerne mal die Alpakas näher kennen lernen wollt, kommt einfach auf uns zu (natürlich mit Abstand). Wir freuen uns, wenn wir auch in der jetzigen Zeit mit Euch in Kontakt treten dürfen.

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