Jahreshauptversammlung 2020

20. 10. 29
Über Wasser geblieben - Dank unzähliger Freunde und Gönner
Gemäß der Auflagen der CoronaVO wurde am vergangenen Mittwoch, den 14.10.2020, die Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf das Jahr 2019 in der Tierpark-Ranch durchgeführt. Der erste Vorsitzende, Peter Laier, führte die Mitglieder durch die Ereignisse des zurückliegenden Vereinsjahres und stellte fest, dass ausnahmslos jede Veranstaltung, ob Schmutziger Donnerstag in der Letzenberghalle, Frühlings- oder Herbstfest, mit einem super Ergebnis, sowohl finanziell als auch besuchertechnisch, abgeschlossen wurde. Der Letzenberg-Tierpark stand nicht nur mit seinen bekannten und traditionellen Events im Fokus der Gesellschaft. Als saubere und gepflegte Attraktion hinterließen die Parkanlage sowie deren vielfältige Tierwelt einen rundum positiven Eindruck bei den Besuchern. Dies erforderte zum einen die Unterstützung unzähliger ehrenamtlicher Helfer, sowie den überwiegend aus der Bevölkerung vorhandenen Rückhalt. Der Verein schöpfte seine Kraft, wie gewohnt, aus einem Topf von "privaten Mitteln". Unter anderem wurde dies den Mitgliedern anhand der Jugendförderung von der Gemeinde Malsch verdeutlicht. Diese steht bei weitem tief im Schatten der Summe aus privaten Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie von Erträgen aus den Veranstaltungen und kann daher zwar als kleiner finanzieller Obolus, nicht jedoch als Erhalt fördernde Unterstützung gesehen werden. Ohne die aus "eigener Kraft" generierten finanziellen Mittel, hätte der Verein auch während der Corona-Zeit mächtig zu knabbern gehabt. Da die Versammlung krisenbedingt ins Spätjahr 2020 verlegt wurde, thematisierte die Vorstandschaft auch bereits im aktuellen Jahr liegende Ereignisse. So wurde ein besonderes Thema in den Fokus einer Diskussion gerückt: Von kommunaler Ebene wurde in Richtung Tierpark bisher nicht signalisiert, wie der Verein die schweren finanziellen Entbehrungen durch ausfallende oder beschränkt stattfindende Veranstaltungen auf Dauer abfangen kann. Gerade hier erwartet die Tierparkgemeinschaft Rückhalt sowie Wertschätzung. Da auf der Jahreshauptversammlung keine vertretungsberechtigte Person der politischen Gemeinde anwesend war, ist dieses Signal zumindest an jenem Abend bei den Mitgliedern nicht angekommen. In und rund um Malsch steht der Tierpark jedenfalls für eine beliebte Anlaufstelle unzähliger Familien, Spaziergänger und Tierfreunde. Die Bevölkerung nimmt den Tierpark als wertvolles Kulturgut wahr. Damit er diesem Image weiterhin hat Rechnung tragen können, wurde und wird weiterhin mit dem Geld in Futter, Versicherungen, Reparaturen und Werkzeuge investiert. Beachtliche laufende Kosten wie Energie und Wasser drückten ihren besonders breiten Stempel in die Bücher von Kassenleiter Jochen Bechtler. Dennoch konnte der Verein Rücklagen bilden, mit denen in gerade heutigen, schwierigen Zeiten der Betrieb im Park aufrecht erhalten werden konnte. Und hier wurde ein weiterer entscheidender Punkt angesprochen, der die Mitglieder brennend interessierte: Wie zeichnet sich der Ausblick in das Jahr 2021 ab? Da wurde eine Besorgnis erregende Prognose erstellt. Nicht ganz unwesentlich wird der fehlende Ertrag wegen der pandemiebedingten Restriktionen sein. Ohne Fastnacht, Maiwandern und große Besucherzahlen auf dem ins Jahr 2021 verlegten Park- und Lichterfest stellt sich die Frage, ob es dennoch möglich ist, den Park zu erhalten. Vor diesem Hintergrund wurde in der Hauptversammlung auch das Thema Erhöhung des Mitgliedsbeitrags angesprochen. Notfalls müsse dies die Lösung des krisenbehafteten Problems sein. Doch dies kann erst auf der nächsten Jahreshauptversammlung entschieden werden. Bis dahin werden sich die Verhältnisse für den Verein hoffentlich klarer abbilden lassen. Trotz allem schwebt ein gesunder und optimistischer Teamgeist durch die Reihen der ehrenamtlichen Vereinshelfer. Es bleibt zu hoffen, dass die Krise weitgehend das Vereinswesen verschont. Die Tiere merken davon zumindest nicht viel, da sie weiterhin in liebevoller und fürsorglicher Obhut gehalten werden (können). Eine Hoffnung ist unter anderem auch, dass die Kommunalpolitik den Letzenberg-Tierpark in harten Zeiten wahrnehmen wird.
Schriftführer Martin Heinzmann

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